Studenten rangieren in den Köpfen vieler Leute nur knapp neben Rentnern und Arbeitslosen. Ohne eine der genannten Gruppen diskriminieren zu wollen, muss man doch zugeben, dass alle drei ein Wort zu verbinden scheint: Freizeit. Immerhin soll die Studentenzeit ja die schönste Zeit im Leben sein. Sicherlich die Freizeit ist weniger geworden, seid Bachelor und Masterstudiengänge zur Norm geworden sind; doch immerhin bietet euch die Uni Mannheim neben eurem Studium unzählige Möglichkeiten um ein scheinbar standardisiertes BWL Studium durch zusätzliches Engagement individuell gestalten zu können. Welche? Das erfahrt ihr hier.
„Wir müssen Professoren und Studenten wieder etwas abverlangen. Wir müssen vor allem darauf achten, wieder Stürmer in und für diese Gesellschaft auszubilden und nicht allein Schiedsrichter. Wir haben unzählige Schiedsrichter in der Wohlstandsgesellschaft ausgebildet, die jedem, auch in der internationalen Welt, die Spielregeln erläutern, ohne selber spielen zu können.“ Wer sich als Absolvent der Uni Mannheim bezeichnen darf, hat die Wahl. Er kann als Stürmer oder als Schiedsrichter den Campus verlassen, doch allein die Möglichkeit den Arbeitsmarkt nicht nur durch theoretisches Wissen, sondern durch Praxiserfahrung geradezu im Sturm erobern zu können, macht die Uni Mannheim verdient zu einer der besten Unis in Deutschland, die als einzige Uni eine dreifach Akkreditierung aufweisen kann.
Es gibt an der Uni drei Möglichkeiten, die Theorie in der Praxis zu erleben, sein Wissen, fernab von Zahlen und Power-Point Folien zu vertiefen und dadurch neben der Grobmotorik „Theorie“, die wichtige Feinmotorik „Praxis“, das Gespür für das wahre Arbeitsleben, zu erlangen.
Zunächst bietet die Uni Mannheim ein breites Spektrum an Sprachkursen, IT-Kursen und Kommunikationskursen, die zum größten Teil kostenlos angeboten werden können. Dazu zählen zum Beispiel Kurse in den Sprachen Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Türkisch, Chinesisch, Schwedisch usw. . Aber auch Kurse zum Thema Rhetorik und Präsentationskompetenz, Lern- und Arbeitstechniken, sowie IT-Seminare zum Thema Datenbank, Statistikprogramme oder Webseitengestaltung gehören zum Fortbildungsangebot der Uni. Gerade solche Kurse können euch einen Vorteil im Arbeitsmarkt verschaffen, indem ihr lernt professionell zu präsentieren, zu programmieren oder aber einen Vorteil aus dem Internationalisierungsprozess vieler Unternehmen zu ziehen.
Sprachliche Kompetenz ist ein Schwerpunkt, den sich die Uni Mannheim gesetzt hat und den sie durch Auslandssemester verstärkt fördert. An keiner anderen Uni in Deutschland habt ihr eine solch große Auswahl an Partneruniversitäten, die ihr in eurem freiwilligen oder studienintegrierten Auslandssemester, wie dies bei BWL der Fall ist, besuchen könnt. Auf allen Kontinenten der Welt könnt ihr euer Auslandssemester verbringen. Nur um euch einen Einblick zu verschaffen, hier ein Ausschnitt: Brisbane, Sydney, Buenos Aires, Sarajevo, Sao Paulo, Sofia, Hong Kong, Santiago de Chile, Peking, Shanghai, Kopenhagen, Helsinki, Lyon, Nizza, Paris, Athen, Bristol, Cardiff, London … .
Doch neben unzähligen Möglichkeiten eure Sprachkenntnisse zu verbessern und zu erweitern, bietet euch die Uni die Möglichkeit durch ein wenig Engagement eure Theoriekenntnisse in der Praxis anzuwenden. Wer sich zum Beispiel verstärkt für Marketing interessiert und neben seinem BWL Studium in Workshops mit global playern wie BASF, Aldi und Coty oder aber in Vorträgen von erfolgreichen Unternehmensberatungen wie Hórvarth & Partner oder Prof. Homburg & Partner seine Marketingkenntnisse ausbauen und vertiefen möchte, der ist bei MTPe.V. genau richtig. Hier lernt ihr wortwörtlich Marketing zwischen Theorie und Praxis kennen und könnt bei einem der Fachvorträge, die von den MTP Mitgliedern selbst organisiert werden, Kontakte für spätere Praktika knüpfen. Doch MTP ist nur eine der insgesamt 23 Initiative, die euch als Student/in der Uni Mannheim unabhängig von eurem Studiengang zur Auswahl stehen. Ein Großteil der Initiativen haben lokale Förderer, die die Initiativen durch finanzielle Zuflüsse und dem Angebot die Schnittstelle zwischen Uni und Berufsleben zu sein unterstützen. So gehören zu den lokalen Förderern von AIESEC, der größten globalen Studentenorganisation Bosch, KPMG und Deloitte.
Wer nach Vorlesungen, Tutorien und Übungen genug von Wirtschaft, Psychologie oder Germanistik hat, der kann sich auch bei radioaktiv, dem Uniradio (UKW 89,6) engagieren oder aber aktiv dabei helfen die Schneckenhofpartys im Schneckenhof oder den Katakomben mit zu gestalten.
Wichtig ist, dass ihr euch, auf welche Art auch immer, neben eurem Studium engagiert und erkennt, dass es heutzutage von großer Bedeutung ist sowohl in der Theorie als auch in der Praxis ein breites Wissen anzusammeln. Dies kann in einem konkreten Bereich, wie Marketing oder Journalismus sein, oder aber indem ihr lernt Events, wie die Schneckenhofpartys zu planen, zu organisieren und letztlich erfolgreich durchzuführen. An der Uni Mannheim habt ihr die Möglichkeit zum Stürmer zu werden und dabei alle Schiedsrichter gekonnt auszuspielen – also ergreift sie!
Sicherlich hat sich der ein oder andere gefragt, was man unter dem Begriff Tutorium oder aber einer Übung versteht. Ein gerechtfertigte Frage, die ich mir zu Beginn meines Studiums auch gestellt habe. Deshalb an dieser Stelle nochmal ein kleiner Exkurs in die Welt der Unisprache.
Um die oft sehr passiven und stark theorielastigen Vorlesungen aufzupeppen, gibt es je nach Fach Tutorien und Übungen, die, das in der Vorlesung Gelernte den Studenten durch Beispiele aus der Praxis näher bringen sollen. In den Übungen oder Tutorien werden die Studenten oft aufgefordert selbst aktiv zu werden und sich an den Diskussionen zu beteiligen. Teilweise werden die Studenten in Übungen zum Akteur, indem sie Vorträge und Präsentationen halten, während die Übungsleiter in die Rolle des Statisten schlüpfen und nur bei komplexen Fragen in die Diskussionen eingreifen. Wichtig zu wissen ist, dass sowohl Vorlesungen als auch Übungen und Tutorien klausurrelevant sind. Wer also etwas in der Vorlesung nicht verstanden hat und nicht dazu kam seine Frage zu stellen, was bei ca. 500 Personen pro Vorlesung nicht verwunderlich ist, kann dies in der Übung oder dem Tutorium, welches höchstens 40 Studenten umfasst, gerne nachholen.
Lasst euch also auf keinen Fall von den riesigen Hörsälen in den Unis Respekt einjagen. In den größten Vorlesungssaal, den A3, passen 1000 Studenten und die Kapazitäten dieses Saales waren während VWL Vorlesungen immerzu komplett überlastet. Deshalb kommt es nicht selten dazu, dass Studenten ihren Campingklappstuhl in die Vorlesung mitnehmen um nicht auf dem Boden sitzen oder sogar stehen zu müssen. Doch letztendlich habt ihr immer die Möglichkeit alle eure Fragen los zu werden. Sei es in Übungen oder Tutorien, direkt nach der Vorlesung beim Dozenten oder aber in der Sprechstunde.
Bleibt jetzt eigentlich nur noch eine Frage offen: Wo kann ich zwischen meinen Vorlesungen gut essen gehen? Neben dieser essentiellen Frage, erfahrt ihr im letzten Teil meines Unireports, wie ihr euch an der Uni Mannheim bewerben könnt und welche Voraussetzungen ihr erfüllen müsst, um ein BWL Studium in Mannheim beginnen zu können. Da das Studentenleben nicht nur aus Vorlesungen, Bibliotheken und Büchern besteht, erfahrt ihr außerdem, was euch neben dem Lernstress noch alles erwartet.