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Studieren im Quadrat – Die Uni Mannheim im Check – Teil 3 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Ann Kristin   

Es gibt an der Uni Mannheim einen Mythos, der komischerweise glaubhaft aufrecht erhalten wird und bei angehenden Abiturienten oft dazu führt, dass sie sich erst gar nicht für ein BWL Studium in Mannheim bewerben. Das gesuchte Wort lautet Numerus Clausus, kurz NC. Die gefürchtet Zahl dazu? 1,0! Was wirklich hinter dem Mythos steckt und wie das Bewerbungsverfahren an der Uni Mannheim  aufgebaut ist, erfahrt ihr hier.

Zugegeben, wer sich für ein BWL Studium in Mannheim entscheidet, sollte in der Schule immer fleißig gewesen sein. Mit einem Abiturschnitt zwischen 1,0 und 1,5 werdet ihr zu 99% bald eure Immatrikulation in den Händen halten, doch diese Tatsache sollte Schüler, die ein schlechteres Abitur gemacht haben nicht davon abhalten sich in Mannheim zu bewerben. Letztendlich zählen die Punkte, die ihr für eure Abiturnote, die Leistungen in den Fächern Deutsch, Mathe, Englisch und einer weiteren Fremdsprache sowie Praxiserfahrungen zugeordnet bekommt. Wer zum Beispiel neben der Schule im kaufmännischen Bereich gejobbt hat, Kassenwart im Verein oder aber ein Praktikum in einem Betrieb mit Schwerpunkt Wirtschaft gemacht hat, bekommt zusätzliche Punkte, die einen Schüler mit 1,5 Abi auf die gleiche Stufe mit einem Schüler mit 1,7 Abi und zusätzlicher Praxiserfahrung bringen können. Außerdem sind eure Noten in Deutsch, Mathe, Englisch und einer weiteren Fremdsprache nicht unwichtig bei der Punktevergabe, wobei bei einer Durchschnittsnote, die besser ist als 11 Punkte in Englisch, kein TOEFFL – Test geschrieben werden muss.
Um euch noch mal zusätzliches zu motivieren, eure Chance auf jeden Fall zu ergreifen, kann ich euch von einer sehr guten Studienfreundin von mir berichten. Nach einem Jahr Australienaufenthalt, also zwei Wartesemestern, und einem Abischnitt von 2,3, hat sie das erste Semester ihres BWL Studiums in Mannheim bereits erfolgreich hinter sich gebracht und wird nun im Frühjahr zusammen mit mir ihr 2. Semester beginnen.
Bewerben könnt ihr euch für das Fach BWL immer nur zum Herbstsemester, was in Mannheim Anfang September beginnt. Ihr könnt euch vom 15.05. bis 15.07. online auf der Website der Uni www.uni-mannheim.de bewerben. Wichtig bei eurer Bewerbung sind die amtlichen Beglaubigungen eurer Zeugnisse und Tätigkeiten. Ein Stempel der Schule oder aber des Arbeitgebers ist bei der Uni Mannheim nicht ausreichend. Eine amtliche Beglaubigung erhaltet ihr jedoch an vielen städtischen Institutionen, wie Stadt- oder Kreisverwaltung. Oft einfach dort, wo ihr auch euren Personalausweis oder Reisepass beantragen könnt. Wenn ihr eure Bewerbung abgeschickt habt, könnt ihr online verfolgen, welche Stationen eure Bewerbung durchläuft und werdet sofort informiert, falls eine Kleinigkeit fehlt, die noch nachgeschickt werden muss. Mitte August erhaltet ihr dann eine Antwort der Uni Mannheim. Sollte bis Ende August kein Brief der Uni Mannheim bei euch eingegangen sein, müsst ihr leider davon ausgehen, dass ihr nicht genommen worden seid.
Solltet ihr jedoch die Möglichkeit erhalten euch an der Uni einschreiben zu lassen, erwartet euch eine wirklich lehrreiche, aber auch äußerst lustige Zeit. Nach meinen eigenen Erfahrungen lernt man bei den etlichen Kneipentouren und Rallyes sehr schnell Leute kennen und deshalb würde ich jedem empfehlen, zu Beginn des Semesters auch an allen Veranstaltungen, die von den verschiedenen Fachschaften organisiert werden teilzunehmen. In so mancher Vorlesunge kann nämlich eine gute Freundschaft überlebensnotwendig sein, um nicht völlig in die verlockenden Tiefen des Schlafes abzusacken. Und neben Büchern, Power-Point Folien und Vorträgen gehören Partys und lustige Spieleabende einfach genauso zum Studentenleben. Ihr werdet während eures Studiums einfach so viele verschiedene Charaktere aus allen Teilen Deutschlands kennenlernen und sicherlich immer wieder feststellen, dass neben dem fachlichen Bereich der menschliche ein riesiger Bestandteil eures Studiums ist, der euch immer wieder aufs Neue dazu herausfordert, euch zu öffnen und eure soziale Kompetenz auf die Probe zu stellen.
Und wo könnte man besser neue Leute kennenlernen als beim Essen? ;) An der Uni Mannheim könnt ihr essen gehen und lecker essen gehen. Ersteres könnt ihr in der riesigen Mensa, die euch meistens 3 verschiedene Gerichte zur Auswahl stellt, die preislich zwischen 2,50 € und 3,50 € liegen. Wirklich lecker essen gehen könnt ihr jedoch im EO Cafe. Der Eingang zum EO Cafe befindet sich auf der linken Seite des Ehrenhofs unterhalb der Arkaden. Dort könnt ihr nicht nur gemütlich einen Cafe trinken, sondern auch euren eigenen Teller mit Pasta, Fleisch, Gemüse, leckeren Soßen, Salaten, Kuchen und und und kreieren. Da ihr als Student einen Studentenausweis erhaltet, der euch als wieder aufladbares Zahlungsmittel innerhalb der Uni überall Preisnachlässe verschafft, könnt ihr hier je nach Gewicht eures Tellers zwischen 3€ und 5€ ein sehr zufriedenstellendes Mittagessen zu euch nehmen. Im EO erhaltet ihr auch sehr leckere belegte Brötchen, Brezeln, Süßigkeiten oder aber Obst, das einen stressigen Unitag schon mal retten kann. Ich persönlich bin das leckere Essen von meiner Oma gewöhnt und kann nur bestätigen, dass das EO wirklich nur knapp unter dem Gaumenschmaus meiner Oma rangiert.
Hier noch ein paar kleine Tipps zum Schluss:
1. Wer von etwas weiter her kommt und nicht vor hat nach Mannheim zu ziehen, der kann sein Auto relativ kostengünstig und sicher im Parkhaus direkt unter der Uni parken. Als Student bezahl ihr hier ca. 140 Euro und könnt von Montag bis Freitag das Parkhaus auch außerhalb der Vorlesungszeiten nutzen.
2. Ihr solltet auf jeden Fall je nach Studiengang einiges an Zeit einplanen um von Punkt A nach Punkt B zugelangen. Die Uni erstreckt sich nämlich von den A bis zu den L Quadraten und je nachdem wie ihr euren Stundenplan zusammengestellt habt, müsst ihr bis zu 15 Minuten Fußmarsch einkalkulieren um zur nächsten Veranstaltung zu kommen.
3. Besucht auf jeden Fall die Schneckenhofpartys, denn besser Leute aus der Uni kennenlernen könnt sonst nirgends und im Sommer sind die Open-Air Partys eine richtig gute Alternative zu den übrigen stickigen Discos.

Und behaltet während eurem Studium, unabhängig davon wo ihr euch einschreiben lasst, im Gedächtnis, dass Bildung keine Autobahn ist, auf der wir uns ständig überholen müssen, sondern vielmehr eine Zufahrt auf die Autobahn, die uns helfen soll im späteren Berufsleben mithalten oder sogar auf der Überholspur davon flitzen zu können.

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